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Wird es bald auch eine „Grüne Armee Fraktion“ geben?

Extinction Rebellion, die radikalste der Klimabewegungen, blockiert den Verkehr in 60 Städten der Welt. Ihr Ziel ist der Sturz unseres Wirtschaftssystems.

Die Klimafreaks glauben, dass die Menschheit an der selbst verschuldeten Erderwärmung zugrunde gehen wird, wenn sie ihre Lebensweise nicht sofort aufgeben und ein natürliches Gleichgewicht herstellen sollte, wie es angeblich vor der Industrialisierung geherrscht habe. Da die Menschen das nicht wollten, müssten sie dazu gezwungen werden. Extinction Rebellion ist durch und durch totalitär.

Man kann lang darüber diskutieren, ob die Übernahme einer totalitären Ideologie der Radikalisierung von Jugendlichen vorausgeht, oder ob diese sich nur die Ideologie zu eigen machen, die sie in ihrer aggressiven Ablehnung des Status quo am meisten bestärkt. Vor dem Hintergrund apokalyptischer Szenarien, die absolute „wissenschaftliche“ Geltung beanspruchen, gedeiht die hypermoralische Anmaßung, die Menschheit retten zu können: „Unite behind science“. Die jungen Fanatiker sind überzeugt davon, dass sie „auf der richtigen Seite der Geschichte“ stehen und fühlen sich legitimiert, Recht zu brechen. Das ist eine hochexplosive Mischung.

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Klimapolitik: Angst ist ein schlechter Ratgeber, besonders in der Politik

Mit der „Klimakatastrophe“ fängt man Wähler. Um den Klimawandel in den Griff zu bekommen, brauchen wir statt Angstmacherei Optimismus und Zuversicht.

Es gibt kein „natürliches Gleichgewicht“, das wir bewahren könnten, keine „Idealtemperatur“, die anzustreben wäre. Die Anmaßung, den Klimawandel „einzufrieren“, ist lächerlich. Statt dogmatisch an dem Ziel festzuhalten, den Anstieg der Durchschnittstemperatur, gemessen an der Zeit vor der Industrialisierung, auf zwei Grad zu begrenzen, sollte eine realistische Kosten-Nutzen-Analyse angestellt werden. Ungeachtet des Kyoto-Protokolls und einer Vielzahl von nationalen Initiativen hat sich der CO2-Ausstoß seit 1990 verdoppelt, und er wird weiter ansteigen, solang wir auf fossile Brennstoffe angewiesen sind. Statt ihre Verwendung zu verbieten, müsste alles getan werden, um Technologien zu entwickeln, die sie einmal wirklich ersetzen können.

In Wien zogen am vergangenen Freitag Tausende Klimabewegte, unter ihnen zahlreiche Politiker, am Burgtor vorbei, an dem ein Transparent mit der Aufschrift „Capitalism Kills Our Future“ hing. „Capitalism Saves Our Future“ wäre die richtige Losung gewesen. Statt die Marktwirtschaft zu bekämpfen, brauchen wir die besten Rahmenbedingungen für Forschung, Entwicklung und industrielle Produktion, um die negativen Folgen des Klimawandels (es gibt auch positive!) so gering wie möglich zu halten.

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Der amerikanische Machiavelli rät zu „Dirty Campaigning“

Saul Alinskys „Rules for Radicals“ ist eine spannende Lektüre. Der Autor beschreibt die wirkungsvollsten Methoden zur Vernichtung des politischen Gegners.

Der Einfluss, den Alinsky seit den 1930er-Jahren auf die amerikanische Linke ausübte, war enorm. Sein Buch „Rules for Radicals. A Pragmatic Primer for Realistic Radicals“ (Vintage Books, 1971) wurde zum Bestseller. Hillary Rodham, damals noch nicht Clinton, kannte Alinsky und widmete ihm 1969 ihre Dissertation (Titel: „Es gibt nur den Kampf: Eine Analyse des Alinsky-Modells“). Barack Obama hielt als junger Anwalt in Chicago Vorträge über die Alinsky-Philosophie.

Alinsky hat den Radikalismus nicht erfunden, er hat nur seine Regeln studiert. Radikalismus gibt es, seit es Politik gibt. Die Jakobiner waren Radikale, die Kommunisten, die Faschisten und die Nazis. Besser als das herkömmliche Links-rechts-Schema beschreibt Radikalismus versus Konservativismus das Wesen des politischen Grundkonfliktes, der sich durch die Geschichte zieht. Konservative sind sich der möglichen negativen Folgen ihres Handelns bewusst. Radikale kümmert das nicht, ihnen geht es nur um die Macht.

Der Radikale, schrieb Alinsky, befinde sich in einem permanenten Krieg, der die Anwendung aller Mittel rechtfertige. Er persönlich, sagte er einmal, würde ohne Bedenken auch das Privatleben eines Gegners in den Dreck ziehen, falls dies der beste Weg sei, ihn zu schlagen. Der Radikale müsse sich der ethischen Fesseln entledigen, er dürfe aber nie darauf vergessen, sein eigenes Handeln in der Öffentlichkeit als hochmoralisch zu präsentieren.

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Gott schütze uns vor Grönemeyers „offener Gesellschaft“

Der ultralinke Rock-Opa rief in der Wiener Stadthalle zu einer Diktatur gegen „rechts“ auf. Unsere „Antifaschisten“ finden das eigentlich ganz in Ordnung.

Nicht das Gegröle des Rock-Opas, sondern seine Sager verdienen Aufmerksamkeit. Auf diesen Satz kommt es an: „Wenn Politiker schwächeln, das ist, glaube ich, in Österreich nicht anders als in Deutschland, dann liegt es an uns, zu diktieren (!), wie eine Gesellschaft auszusehen hat.“ Grönemeyer brüllte: „Keinen Millimeter nach rechts! Keinen einzigen Millimeter nach rechts! Und das ist so. Und das bleibt so.“

Nun gibt es aber nicht nur durchgeknallte Rocker, Punker und Rapper. Es gibt auch Böhmermann und Dutzende andere gebührenfinanzierte „Antifaschisten“, die uns diktieren möchten, was wir zu denken, zu sagen und zu tun hätten. Es ist politisch korrekt, sehr einträglich und der Karriere förderlich, gegen den eingebildeten Faschismus anzukämpfen.

„Der Widerstand gegen Hitler und die Seinen wird umso stärker, je länger das Dritte Reich zurückliegt“, sagte Johannes Gross. 74 Jahre nach dem apokalyptischen Ende des Nationalsozialismus steht der Antifaschismus der Nazi-Enkel vor dem Problem, dass er ohne eine nennenswerte Anzahl von Faschisten und/oder Nazis zu einer Lächerlichkeit verkommt. Es gab noch nie so wenige von diesen politischen Kriminellen wie heute, und es gab noch nie so viele virtuelle Antifaschisten, nicht einmal 1968 ff. Um dieses krasse Missverhältnis auszubalancieren, muss sich der neue Antifaschismus neue Nazis erfinden.

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Der tägliche Sexismus im dreckigsten aller Wahlkämpfe

Die Linken beflegeln die Damen Hörbiger, Horten, Grohmann und Stenzel. Sie irren sich, wenn sie meinen, sich so bei den Wählerinnen einwamperln zu können.

Die Linken beklagen lauthals, und meist auch völlig zu Recht, den latenten Sexismus in den abfälligen Bemerkungen ihrer Gegner über die Parteivorsitzende der SPÖ. Aber wenn der rote Gewerkschaftsboss Katzian im Wiener Gasometer Heidi Horten als „Aufg’spritzte mit der Zwei-Millionen-Kette“ beleidigt, regt sich kein Lüfterl im Hain der Menschenfreundinnen und -freunde. Da herrscht klammheimliche Freude, denn gegen rechts sind alle Mittel recht. Heidi Horten, die großzügige Förderin von Sport und Kultur, hat auf rechtlich einwandfreie Weise für die ÖVP gespendet. An den Schandpfahl mit ihr!

https://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/karlpeterschwarz/5688302/Der-taegliche-Sexismus-im-dreckigsten-aller-Wahlkaempfe