Lohnt es sich, für die Meinungsfreiheit das Leben zu riskieren?

Nach der Enthauptung des Lehrers Samuel Paty schwankt das säkulare Frankreich zwischen Unterwerfung und Widerstand gegen den totalitären Islamismus.

Wie viele Lehrer werden nach der Enthauptung ihres Kollegen Samuel Paty bereit sein, am Beispiel der Mohammed-Karikaturen über Meinungsfreiheit zu diskutieren, wie es ihr Gewissen befiehlt und es der Lehrplan vorschreibt? In französischen Gemeinden mit einem hohen Anteil von Muslimen ist es lebensgefährlich, offen für die Werte der Aufklärung einzutreten. Und Mut ist eine seltene Tugend.

Patys Ermordung gehtnicht zulasten von organisierten terroristischen Banden oder radikalisierten Einzelgängern. Es waren die Eltern muslimischer Schulkinder, die eine „Bestrafung“ des Lehrers gefordert hatten. Der Auftrag erging aus der Mitte einer Parallelgesellschaft, die von den Netzwerken der Muslimbruderschaft durchdrungen ist. Weder ein Kriegstrauma noch eine andere psychische Erkrankung kann herangezogen werden, um das Verbrechen zu bemänteln und die Bedrohung durch den politischen Islam zu relativieren.

In Europa begleitet der Terror heute die schleichende Unterwanderung und Durchdringung durch den politischen Islam. Postheroische Zeitgenossen, denen der Gedanke fremd ist, sich notfalls auch physisch verteidigen zu müssen, machen es ihm besonders leicht.

Heute gibt es in Frankreich unter rund fünf Millionen vorwiegend friedlichen Muslimen einen harten Kern von 70.000 gewaltbereiten Islamisten. Emmanuel Macron beklagt einen wachsenden „islamistischen Separatismus“. Es gibt kaum noch Werte der französischen Gesellschaft, die von der muslimischen Minderheit geteilt werden. Alain Finkielkraut, Pascal Bruckner und viele andere Intellektuelle haben vor vielen Jahren schon vor einer solchen Entwicklung gewarnt. Sie konnte immer gefährlichere Dimensionen annehmen, weil die politische Klasse die Gefahr beharrlich ignorierte. Nur mit Aufklärung ist ihr heute nicht mehr beizukommen.

https://www.diepresse.com/5885209/lohnt-es-sich-fur-die-meinungsfreiheit-das-leben-zu-riskieren

 

5 Gedanken zu „Lohnt es sich, für die Meinungsfreiheit das Leben zu riskieren?

  1. Bernd Hafner

    Da es nicht möglich ist, Gedanken vorauszusehen, sind Muslime unter Generalverdacht zu stellen und ist die Einwanderung ausnahmslos zu verbieten Die Zahl der Extremisten beträgt ca.1,5% der gesamten muslimischen Bevölkerung,in Österreich wären das bei einer Bevölkerung von 700.000 etwa 10.000,eine nicht tolerierbare Zahl .Ein demokratisches System ist offenkundig nicht in der Lage -Grund sind unter anderem falsch verstandene, bzw. verlogene Humanität in einem verrotteten Justizsystem -die Bevölkerung ausreichend zu schützen.
    Man muss die Chinesen nicht lieben, aber die gehen anders damit um. Aufmüpfige Schüler würden sofort aus dem Klassenverband entfernt und samt den sie unterstützenden Eltern in ein Umerziehungslager gebracht.
    In einer Demokratie geht das nicht.
    Aberkennung der Staatsbürgerschaft nach Inhaftierung und Landesverweis wäre die Mindestantwort für bildungsferne „Staatsbürger“ ,die ihre Lehrer ans Messer liefern.
    Die Nation eines Voltaire sollte es nicht notwendig haben, sich mit solchen Typen abzuplagen und darauf achten, dass ihr schwer lädierter Kulturstaat noch als solcher bezeichnet werden kann.

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