Archiv für den Monat August 2019

Harry und Meghan in einem Sommer schamloser Heuchelei « DiePresse.com

Klimawandel-Terminator Arnold Schwarzenegger fährt mit einem Hummer (spricht: Hammer) zum Bäcker und fordert dazu auf, Kleider in der Luft zu trocknen statt im Wäschetrockner; der Weltklima-Missionar Leonardo DiCaprio, der vor drei Jahren die linke Hollywood-Schickeria mit einer flammenden Rede bei der Oscar-Preisverleihung entzückte, lädt neuerdings Superpromis ein, mit seinem Privatjet zu Klimakonferenzen zu fliegen, statt ihre eigenen zu starten.

Die Google-Gründer Brin und Page besitzen eine Megajacht, eine Boeing 767 und einen Privatflughafen, fahren aber natürlich Elektroautos. Ihnen allen sei es unbenommen, ihren Reichtum zu genießen. Unerträglich ist nur ihre grenzenlose Heuchelei.
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Wie lang hält Greta Thunberg den Rummel noch durch?

Der Segeltörn nach New York ist der bisher spektakulärste PR-Gag des Thunberg-Clans. Aber die Medienblase könnte auch platzen und ihre Heldin ausspucken.

Wie naiv muss man eigentlich sein, um zu glauben, dass es ein Schulmädchen ohne massive Unterstützung zu so durchschlagendem Erfolg gebracht hätte? Längst ist bekannt, dass der Investor Ingmar Rentzhog und seine Partner Greta professionell managen. Ein „klimagemäßer“ Umbau stellt gewaltige Profite in Aussicht, die nur realisiert werden können, wenn die Politik mitspielt.

Dem dient Gretas Segeltörn nach New York. Die superschnelle Malizia II gehört einem deutschen Investor. Mit an Bord: Super-Skipper Boris Herrmann, Pierre Casiraghi (Prinz von Monaco), Vater Svante Thunberg und ein Kameramann, der Greta auf Schritt und Tritt begleitet. Geldadel und Thunberg-Clan gemeinsam für die Rettung des Planeten. Damit der Rubel rollt.

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Geschichtspolitik: Eine Hütte in Gori, ein Haus in Braunau

Der Streit um die Enteignung des Hitler-Geburtshauses ist beendet. Jetzt geht es um eine vernünftige Nutzung, und dafür gibt es längst ein gutes Konzept.

Braunau am Inn, Salzburger Vorstadt 15, ein Biedermeierhaus unter Denkmalschutz. In einer Wohnung dieses Hauses kam am 20. April 1889 Adolf Hitler auf die Welt. Es als „Hitler-Haus“ zu bezeichnen, ist eine Irreführung, denn in Braunau hielt sich die Familie nur drei Jahre auf, dann übersiedelte sie nach Passau. Die Kontroverse darüber, was man mit dem Gebäude anfangen sollte, ist fast noch grotesker als die georgische.

Während dort der Nationalismus die Erinnerung an den „größten Georgier aller Zeiten“ hochhält, regiert in Österreich die Kultur der Verdrängung und des Verschweigens. Der absurdeste Vorschlag kam 2016 vom damaligen Innenminister Wolfgang Sobotka, der das Haus gleich ganz schleifen lassen wollte „wie das Fritzl-Haus in Amstetten“. Eine von der Regierung Kern einberufene Kommission schlug vor, es gründlich umzubauen, um „Wiedererkennungswert“ und „Symbolkraft“ auf Dauer zu unterbinden. Das Haus wurde enteignet. Am Montag entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte den Streit mit der Alteigentümerin über die Höhe der Entschädigung zugunsten der Republik.

Dieser kommt es vor allem darauf an, dass das Haus nicht für NS-Wiederbetätigung missbraucht wird. Um das zu verhindern, stehen ihr alle rechtlichen Möglichkeiten zur Verfügung.

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