Santa subito? Die Kapitänin und der Advokat des Teufels

In jedem Rechtsstaat müssen bestehende Gesetze eingehalten werden. Auch von denen, die meinen, sie im Interesse einer höheren Moral missachten zu müssen.

Seit dem Wochenende hat auch die Kirche der offenen Grenzen und der beschleunigten Massenmigration eine Heilige in spe. Die deutsche Kapitänin Carola Rackete ist ein ganz anderes Kaliber als die kleine Schwedin – nicht nur, weil sie aussieht, als könnte sie es in „Kill Bill 4“ mit Uma Thurman aufnehmen. Es war schon filmreif, wie sie mitten in der Nacht ein kleines Motorboot der italienischen Küstenwache rammte, ohne Rücksicht auf Leib und Leben der Besatzung. Für ihre Kanonisierung spricht ihr „Martyrium“, denn sie ist zwar schon wieder auf freiem Fuß, wird sich aber wohl vor einem Gericht verantworten müssen.

In der katholischen Kirche gibt es für Kanonisierungen seit jeher feste Regeln. In den entsprechenden Verfahren kommt dem Advocatus Diaboli die Aufgabe zu, mögliche Bedenken gegen eine Heiligsprechung vorzutragen. In den säkularen Freikirchen der Klimarettung und der Migrationsbeschleunigung ist diese Rolle nicht vorgesehen. Gäbe es sie, würde sie auch nichts nützen gegen den anschwellenden Chor des „Santa subito!“. Aber die Chronistenpflicht gebietet es, wenigstens einige grobe Missverständnisse aus dem Weg zu räumen.

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