Archiv für den Monat Juli 2019

Ein Signal auf Gleis 7 des Frankfurter Hauptbahnhofs

Niemand begeht ein Verbrechen aufgrund seiner ethno-kulturellen Identität. Der Mord an einem achtjährigen Buben ist aber ebenso wenig ein weiterer „Einzelfall“.

Immer mehr Bürger bekommen in ihrem Alltag die Folgen des Experiments zu spüren, die europäischen Gesellschaften multikulturell umzubauen. „Bahnhöfe, Schwimmbäder, Freibäder, Parkanlagen, Einkaufszentren, Schulen, Weihnachtsmärkte, Festivals. Man ist nirgendwo mehr sicher!“, klagte eine Deutsche auf Twitter. „Mittlerweile bin ich so weit, wirklich einen Bogen um Menschen zu machen, welche eine bestimmte Herkunft aufweisen“, textete ein anderer, „so war ich früher nie und wollte es nie werden. Aber die Angst um die eigene Unversehrtheit ist stärker.“Diese Angst wächst, je öfter und direkter die Parallelgesellschaften der Einwanderer im öffentlichen Raum auf jene stoßen, die – so Angela Merkel – „schon länger da sind“.

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Alles fürs Klima: Keine Babys, keine Hunde, keine Katzen

Früher pissten die Hunde auf den Arbeiter- und Bauernstaat, jetzt pissen sie auf den Ökofaschismus der Klimahysteriker. Und auf „Das Neue Deutschland“

Hunde im Privatbesitz erfüllen ja wirklich keinen gesellschaftlichen Zweck. Sie machen nur glücklich. In sozialistischen Ländern galten auch Bäume, die weder Obst noch Bauholz lieferten, sondern einfach schön waren und Schatten spendeten, als nutzlos und wurden gefällt. Jetzt schnuppern wieder Hunde an Bäumen, die in den Himmel wachsen. Eine Gesellschaft, die gesunde, schöne Bäume fällt und Hunde schlecht behandelt, ist mit Sicherheit auch nicht gut für die Menschen. Zum Glück ist die Welt in diesen 30 Jahren seit dem Ende des Kommunismus besser geworden.

Doch in Deutschland erscheint immer noch „Das Neue Deutschland“, einst Zentralorgan der SED, die nunmehr „Die Linke“ heißt. Ein Freund erzählte mir einen alten DDR-Witz: „Was liegt auf der Treppe und lügt?“ Antwort: „Das Neue Deutschland“. Jetzt liegt das Blatt nicht mehr für den Arbeiter- und Bauernstaat, sondern für allerlei: für den Kampf gegen rechts und gegen den Turbokapitalismus, für Multikulti, Gendersternchen und Wohnraumbewirtschaftung – neuerdings auch für das Verbot der Haustierhaltung.

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„Teuflisches Glück“: Das Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944

Nicht Revolutionäre, sondern konservative Offiziere wagten den Staatsstreich, der den Weltkrieg beendet und die Ehre der deutschen Nation gerettet hätte.

Während den Widerstandskämpfern zunächst von rechts die Legitimität ihres Handelns abgesprochen wurde, wurden sie seit den 1960er-Jahren zunehmend von links kritisiert. Der Stauffenberg-Biograf Ulrich Schlie erklärt das damit, dass uns heute deren „Lebenswelt, geistigen Prägungen, Ethos, Unbedingtheit, Patriotismus, auch die Gedankenwelt“ unendlich weit entfernt erscheinen. Einer „kritischen Geschichtswissenschaft“ gelten die Offiziere des Juli 1944 als Reaktionäre. Wer heute ihre Weltanschauung teilte, würde als rechtsextrem abgestempelt werden.

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Wer Menschen wirklich retten will, muss die Häfen sperren

Die meisten afrikanischen Migranten sind junge Männer. Sie haben genügend Geld, um den Schleppern Tausende Euro für die Fahrt nach Europa zahlen zu können.

Einer 2018 veröffentlichten Gallup-Umfrage zufolge wollen 347 Millionen Menschen in Subsahara-Afrika, der Region mit dem weltweit größten Bildungs- und Entwicklungsrückstand, ihre Heimat verlassen. In Nordafrika und im Nahen Osten wollen das 166 Millionen. Auch wenn sich nur ein Bruchteil dieser halben Milliarde Menschen tatsächlich nach Europa aufmachen sollte, baut sich ein gewaltiger Migrationsdruck auf. Er geht weder von den Armen noch von den Verfolgten aus.Nur wenige Zuwanderer aus Afrika sind Flüchtlinge im Sinne der Genfer Konvention, und die Armutsmigration nach Europa ist ein Mythos.

Vor diesem Hintergrund lässt sich der Irrsinn der jüngsten Vorschläge ermessen, die Schlepperhilfe der NGOs durch eine EU-Seenotrettung zu ergänzen und alle Geretteten nach Europa zu bringen, um sie dort zu verteilen. Auch dazu ein paar Zahlen, die dazu beitragen könnten, die Selbstgewissheit der Hypermoralisten zu erschüttern. Als Italien im Oktober 2013 nach zwei schweren Schiffskatastrophen die Seerettungsaktion „Mare nostrum“ startete, schnellte die Zahl der Migranten sofort von knapp 43.000 auf 170.000. In nur einem Jahr brachte „Mare nostrum“ rund 150.000 Schiffbrüchige nach Italien.

Der Höhepunkt der Schlepperei wurde nach der Öffnung der deutschen Grenzen im Herbst 2015 erreicht, damals registrierte Italien 222.800 Ankünfte. Indes kamen immer mehr Migranten bei der Überfahrt ums Leben. 2014 ertranken 991 im Zentralabschnitt des Mittelmeers, 2015 waren es 2057, 2016 sogar 2501. Dann änderten sich die Prioritäten. Die Eindämmung der Migration trat an die erste Stelle vor der Seenotrettung. Sogleich verringerten sich die Ankünfte und die Todesfälle. 2018 kamen noch 18.808 Personen über den Seeweg nach Italien und 1083 ertranken.

Heuer registrierte Italien vom 1. Jänner bis zum 9. Juli 1083 Migranten und 426 Todesfälle. Matteo Salvini orientiert sich an Australien. Dort gelang es der „Operation souveräne Grenzen“ binnen eines Jahres, die Migration zur Gänze zu stoppen.

Wenn die EU dem Beispiel konsequent folgt, könnte auch die Todesroute im Mittelmeer in wenigen Monaten geschlossen werden. Das würde allerdings einen Mentalitätswechsel von der Gesinnungs- zur Verantwortungsethik voraussetzen, der sich nicht abzeichnet.

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Santa subito? Die Kapitänin und der Advokat des Teufels

In jedem Rechtsstaat müssen bestehende Gesetze eingehalten werden. Auch von denen, die meinen, sie im Interesse einer höheren Moral missachten zu müssen.

Seit dem Wochenende hat auch die Kirche der offenen Grenzen und der beschleunigten Massenmigration eine Heilige in spe. Die deutsche Kapitänin Carola Rackete ist ein ganz anderes Kaliber als die kleine Schwedin – nicht nur, weil sie aussieht, als könnte sie es in „Kill Bill 4“ mit Uma Thurman aufnehmen. Es war schon filmreif, wie sie mitten in der Nacht ein kleines Motorboot der italienischen Küstenwache rammte, ohne Rücksicht auf Leib und Leben der Besatzung. Für ihre Kanonisierung spricht ihr „Martyrium“, denn sie ist zwar schon wieder auf freiem Fuß, wird sich aber wohl vor einem Gericht verantworten müssen.

In der katholischen Kirche gibt es für Kanonisierungen seit jeher feste Regeln. In den entsprechenden Verfahren kommt dem Advocatus Diaboli die Aufgabe zu, mögliche Bedenken gegen eine Heiligsprechung vorzutragen. In den säkularen Freikirchen der Klimarettung und der Migrationsbeschleunigung ist diese Rolle nicht vorgesehen. Gäbe es sie, würde sie auch nichts nützen gegen den anschwellenden Chor des „Santa subito!“. Aber die Chronistenpflicht gebietet es, wenigstens einige grobe Missverständnisse aus dem Weg zu räumen.

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