Archiv für den Monat März 2019

Der Krieg gegen die Sprache zeugt vom Chaos in den Köpfen

Im Muff der Behörden, Schulen und Hochschulen gedeiht die aggressive Ideologie des Sprachgenderismus. Der Schaden, den sie der Sprache zufügt, ist enorm.

Es vergeht kein Tag, ohne dass der Zeitgeist eine Sau durchs Dorf treibt. Eine Folge davon ist, dass die Grenze zwischen Ernst und Satire verblasst. Immer öfter schwant dem Leser bei der Lektüre von Zeitungen, insbesondere beim Klicken durch Tweets und Postings, dass er nicht mehr weiß, ob er den Kakao, der ihm da serviert wird, stehen lassen oder trinken soll. Manchmal hofft man, es möge sich um eine Satire handeln, etwa beim Manifest „Kinderfrei statt kinderlos“ der deutschen Lehrerin Verena Brunschweiger. Aber nein, ihre Fortpflanzungsverweigerung ist dermaßen humorbefreit, wie es nur eine enragierte Feministin zustande bringt.

Ein Schelm hingegen ist der irakische Schriftsteller Abbas Khider. Er lebt seit 19 Jahren in Deutschland und beherrscht die deutsche Sprache so perfekt, dass er sich eine migrantenkompatible Rundumvereinfachung ausgedacht hat („Deutsch für alle. Das endgültige Lehrbuch“, Hanser 2019). Das sieht dann so aus: „Ali Baba ist sehr glucklich, weil er kann verzichten jetzt auf de Verb an de Ende von de Nebensatz.“ Scherz, Satire, Ironie oder tiefere Bedeutung? Wohl Satire, aber kann man sich dessen wirklich sicher sein? In den 1990er-Jahren wurde die sinnlose Rechtschreibreform mit dem Argument oktroyiert, die Schüler machten zu viele Fehler.

Kommt man uns bald damit, dass Deutsch für die Zuwanderer zu schwer ist?

Aber vielleicht ist es eh schon zu spät. Die Stadt Berlin sucht „Wahlhelfende“ für die Europawahl. Die Universitätsstadt Gießen sucht „Mülllader*in (m/w/d)“ (so steht’s im Rundschreiben der Stadtverwaltung). In die Hochschulen sind „Studierende“ und „Dozierende“ eingezogen. Der Gender-Gaga verbreitet sich rasant in allen Institutionen, die vor dem Zugriff durch den gesunden Menschenverstand geschützt sind. Werden sich bald auch die Zeitungen an Sie als „Leser*in (m/w/d)“ wenden?

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In Gretas Welt ist kein Platz für freie Selbstbestimmung « DiePresse.com

Die schwedische Öko-Ikone mit dem Tunnelblick prophezeit die Apokalypse. „Ich will nicht, dass ihr hofft“, sagt sie, sondern „dass ihr in Panik gerät und handelt, als stünde das Haus in Feuer.“ Wer ihr folgt, wird vom Bundespräsidenten gelobt und darf die Schule schwänzen. Jugendrevolten sehen anders aus. Fridays for Future ist Kindermissbrauch. Man macht Politik mit Angstparolen, um zu verbieten und zu kommandieren, statt auf Eigenverantwortung und Selbstbestimmung der Menschen zu setzen.
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Was ist Souveränität? Wer hat sie? Wer braucht sie noch? « DiePresse.com

Kaiser Joseph II. drückte sich bündig aus. Er stellte seine bürokratisch-zentralistischen Reformen unter das Motto „Alles für das Volk; nichts durch das Volk“. Wie einst der aufgeklärte Monarch beansprucht Mario Draghi für die supranationalen Institutionen das Recht, durchzuregieren, ohne sich dem mühsamen Prozess des Interessenausgleichs aussetzen zu müssen. Dem Kaiser widersetzten sich die Stände, den Technokraten in der EU stehen gelegentlich die in den Nationalstaaten demokratisch gewählten Politiker im Wege.

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Warm anziehen, gut anschnallen! Es geht ans Eingemachte

Mit Negativzinsen auf Sparguthaben kann der Einsturz der Kreditpyramide verzögert werden. Aber sie bringen nur etwas, wenn das Bargeld entwertet wird.

Die Kreditkrise ist keineswegs bewältigt, die EZB hat sie lediglich mit immer niedrigeren Zinsen und einer gewaltigen Geldschwemme übertüncht. Mit neuen, günstigeren Krediten konnten Schuldner ihre fälligen Kredite finanzieren, wodurch Zahlungsausfälle verhindert wurden. Das Schuldenkarussell drehte sich munter weiter. Aktienkurse und Immobilienpreise steigen. Wohnen wird immer teurer. Sparen lohnt sich längst nicht mehr. Man lebt auf Pump, die Altersversorgung wird vernachlässigt, die Abhängigkeit vom Sozialstaat nimmt zu. Je mehr die Schulden der Staaten und der Privaten wachsen, desto unwahrscheinlicher wird eine Zinskorrektur. Es ist ein Teufelskreis. Der absehbar nächste Schritt in die Hölle sind Negativzinsen auf Privatkonten, um den Zusammenbruch der Kreditpyramide hinauszuschieben.

Dabei wird den Zentralbanken die Existenz von Bargeld, das sich ihrer Kenntnis und ihrer Kontrolle entzieht, immer mehr zum Ärgernis. Seit Jahren fordern Banker und Ökonomen seine Abschaffung unter dem Vorwand des Kampfes gegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche. Die digital hochgerüsteten Waffenschieber, Drogenhändler und Terroristen beeindruckt das nicht, aber je weniger Bargeld es gibt, desto leichter wird der Zugriff auf unsere Ersparnisse. Der 500-Euro-Schein wird schon nicht mehr gedruckt. In den USA diskutiert man über die Abschaffung der 100-Dollar-Note. Immer mehr Länder senken die Höchstgrenzen für Bargeldtransaktionen. Bankomatgebühren sind ein weiterer Anreiz, statt Papiergeld elektronisches Geld zu nützen.

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