Vor 40 Jahren zerplatzten die Träume der Achtundsechziger « DiePresse.com

1979 wurde Margaret Thatcher Premierministerin, 1980 Ronald Reagan Präsident. In wenigen Jahren regenerierte sich der Westen ökonomisch, politisch und nicht zuletzt spirituell. Johannes Paul ll., 1978 zum Papst gewählt, stärkte die Zuversicht des antikommunistischen Widerstands in Osteuropa und bereitete den Weg für das Wendejahr 1989. „What’s left?“ war die Frage, die sich nach dem Ende des Kommunismus stellte. Was war geblieben, was war noch links? Rasch wurde das Ende der Ideologien verkündet, sogar schon das Ende der Geschichte.Was für ein Irrtum. Zwar hatte der Marxismus abgedankt, aber die ihm eigene Anmaßung von Wissen ging in den bunten linken Mainstream ein, der erwachsenen Menschen heute vorschreiben möchte, was sie (noch) tun, sagen oder denken dürfen. Es ist vor allem diese Arroganz, von der Rechtspopulisten profitieren. Die größte Gefahr für die Freiheit geht nicht von ihnen aus, sondern vom absurden Kampf der Linken gegen einen halluzinierten Faschismus. Wie 1979 und 1989 ist es höchste Zeit für eine Wende.
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